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Anetha — Musik und Leidenschaft

Anetha ist eine junge Künstlerin aus dem Underground von Paris. Acid Lines, melancholische Melodien, hypnotisierende Rhythmen und starke Grooves — so gewann sie die Tanzflächen der weltbesten Clubs schnell für sich. Als Produzentin debütierte sie mit einer hervorragenden EP auf Spencer Parker’s Work Them Records, bald gefolgt von einer anderen mit einem Remix von Antigone. Seitdem veröffentlichte sie Musik unter anderem auch auf dem eigenen Label Blocaus Series und dem holländischen Anagram.
Dunkel und pulsierend, DJ Sets der besonderen Art.

Wie hat es dich ursprünglich in die elektronische Musik verschlagen?

Aufgewachsen bin in in Bordeaux und dort spielte ich auch schon in kleinen Bars und Partys, aber nur zum Spaß neben meinem Architekturstudium. Als ich vor 6 Jahren für den Master nach Paris zog, entwickelte ich in dieser Stadt mehr und mehr die Leidenschaft für Techno. Nach einem Jahr in Paris fand ich hier meinen Platz und bekam früh die Chance in den besten Clubs zu spielen.

Wer waren damals deine Idole?

Die Underground-Szene in Berlin im allgemeinen. Sie ist für mich immer noch eine große Quelle der Inspiration!

Was ist für dich das Besondere an der Szene in Paris?

Seit ungefähr 6 Jahren erleben wir ein Comeback der elektronischen Musik in Paris. In den Clubs gibt es nun jedes Wochenende wundervolles Programm im House- und Technobereich. Wir müssen keine neidvollen Blicke mehr in andere Länder werfen und das ist gut! Wenn ich Vergleiche ziehen müsste, würde ich sagen wir haben einen anderen Vibe als Berlin (Off-Location und Warehouse-Events gibt es hier seltener), aber wir haben ein ganz besonders motiviertes, sehr junges Publikum mit mehr und mehr Expertise in dieser Musik.

Wer ist dein Traum-B2B?

Es ist schwierig jemanden zu finden, der wirklich zu deinem Stil passt. Beim b2b mit Stranger im Concrete bei der ersten Blocaus Series Releaseparty war echt cool! Diese Erfahrung würde ich gerne mit Blawan oder Kobosil teilen.

Welche Orte deiner Gigs haben letztens besonders starken Eindruck hinterlassen?

Das Gebäude vom Rilindja Warehouse in Kosovo war toll. Auch Tbilisi sehr, eine wunderbare Stadt für Raver! Und natürlich auch meine komplette Asien-Tournee, hier besonders Seoul: bestes Essen, Architektur, die Menschen und die Szene, ein unglaubliches Erlebnis. Hoffentlich wird auch Budapest eine Party/Stadt für die große Erinnerung!

Erzähl uns mal die Geschichte von deinem ersten Release auf Work Them!

Ich hatte eben erst ein paar neue Tracks fertig und hatte diese mit privatem Soundcloudlink hochgeladen, um Feedback zu bekommen. Sehr wenige Freunde und Künstler hatten Zugang. Einige Tage später bekam ich eine Nachricht von einem unbekannten Facebook-Account. Zuerst war ich etwas verärgert und dachte mir: “Kommt schon, Leute, ihr solltet das vertraulich behandeln!” Ganz bis der Groschen fiel, dass die Nachricht vom (einzig wahren) Spencer Parker stammte. “Hey girl, was planst du mit diesen Tracks?” — und den Rest der Geschichte kennt ihr ja...
Ich war super happy und aufgeregt, Work Them war (und ist!) mein Lieblingslabel und es war wie ein Traum auf diesem großartigen Label meine allererste EP zu veröffentlichen. Das hat mir unglaublich viel bedeutet. Es war anfangs nicht einfach meine Produktion öffentlich zu zeigen. Musik ist in erster Linie ein persönliches Erlebnis, aber man muss sie notwendigerweise früher oder später teilen. Es ist Teil meiner Arbeit Menschen zu zeigen was ich tue, mein eigenes Universum.

Blocaus — was ist hier deine Rolle? Hast du neben deiner stark wachsenden Solokarriere noch Zeit für die Arbeit im Hintergrund?

Vom Beginn an bin ich Teil des Blocaus Projekts. Ich traf Farouk (der jetzt mein Manager ist) und seinen Bruder vor 5 Jahren auf einer Party in Paris und wir haben schnell entdeckt, dass wir auf einer Wellenlänge sind was die Musik und unsere Pläne für Paris betrifft. Sie waren auf der Suche nach einem Resident und Blocaus war geboren! Neben meinen regelmäßigen Auftritten hier arbeite ich mit den Jungs auch gemeinsam an unserem Label “Blocaus Series”, zum Beispiel an der Auswahl der Künstler, Remixer, der Track, der visuellen Gestaltung, etc. Klar ist es manchmal schwer in allen Projekten gleichermaßen präsent zu sein neben den Gigs und der Musikproduktion, aber ich liebe diese Arbeit und ich finde immer Zeit für sie.

Produktion: wie ist deine Methode, dein Equipment?

Wegen der vielen Reisen musste ich meine meine Methoden kompakter gestalten, um auch im Flugzeug oder im Zug arbeiten zu können. Deshalb nutze ich hauptsächlich Ableton und ein Mikrophon zur Aufnahme meiner Stimme und von Geräuschen. Mein Ziel für 2018 (oder zumindest eines von ganz vielen haha) ist es neue Hardware zu kaufen und ein neues großes Studio einzurichten, mich auf neue Projekte zu konzentrieren, vielleicht ein Album...

Was bedeutet Musik für dich? Welche Botschaft steckt in deiner?

In erster Linie natürlich Leidenschaft, vor meinem Beruf. Ich habe die Chance beides verbinden zu können und das genieße ich sehr. Deshalb teile ich meine Musik mit meinem Umfeld und meinen Mitmenschen. Ich hoffe für euch ist das ähnlich! I hope you do the same!

Genau das ist auch für uns der Grund, warum wir tun, was wir tun. Wir sehen uns am Samstag!

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